Die robotisch-assistierte Knieendoprothethik entwickelt sich auch in Deutschland rasant und wird bereits seit Jahren im angloamerikanischem Raum erfolgreich eingesetzt. Durch die Kombination von Navigation mit einem durch den Chirurgen kontrollierten robotischen Schnittarm wird das Konzept der INDIVIDUELLEN KNIEENDOPROTHETIK hochpräzise umgesetzt. In den folgenden Ausführungen informieren wir Sie über diese innovative Technologie.
Jeder Patient ist individuell – und ebenso individuell sind die Anatomie, die Beinachse und das Gangbild jedes Menschen. Die moderne individualisierte Knie-Endoprothetik berücksichtigt genau diese Unterschiede. Ziel ist es, nicht einfach „ein Standardgelenk“ zu implantieren, sondern das künstliche Kniegelenk bestmöglich an die natürliche Anatomie und Biomechanik des einzelnen Patienten anzupassen. Als erfahrener Gelenkchirurg ist Dr. Hennings davon überzeugt, nur durch einen individuellen Ansatz der patienteneigenen, angeborenen Anatomie und den Besonderheiten eines Gelenkes gerecht zu werden – also patientenspezifische Strategien und Individualität in seinem chirurgischen Alltag im Sinne einer á-la-carte-Chirurgie umzusetzen und keine „one-size-fits-all-Surgery“ durchzuführen Die Abbildung zeigt die möglichen 9 Beinachsentypen in frontalen Ebene nach der CPAK-Klassifikation (Macdessi SJ et al: "Coronal plane alignement classification of the knee (CPAK)", Bone Joint J, 103-B:329-337).
Die klassische Knie-Endoprothetik orientierte sich lange Zeit mit Beginn in den 1980ern an einem einheitlichen Zielwert der Beinachse – unabhängig von den vorbestehenden patientenspezifischen Besonderheiten und anatomischen Beinwinkeln wurde immer auf eine "gerade" Beinachse ausgerichtet. Diverse Studien verschiedenster Arbeitsgruppen zeigen jedoch, dass ein patientenangepasster Ansatz zu einer höheren Zufriedenheit, besserer Gelenkfunktion und einer natürlicheren Beweglichkeit führen kann.
Bei der Implantation einer Knie-Endoprothese stehen heute zahlreiche sogenannte Alignment-Philosophien (Ausrichtungsstrategien) zur Verfügung. Sie geben vor, wie die Prothese im Verhältnis zur Beinachse und den anatomischen Gegebenheiten unter Berücksichtigung der natürlichen Bandspannung positioniert wird:
Diese Konzepte werden individuell auf den Patienten abgestimmt. Dabei wird die präoperative Beinachse nicht zwangsläufig komplett begradigt, sondern unter Berücksichtigung eines gezielten Korrekturwinkels optimiert.
Diese zunehmende und wachsende Komplexität der unterschiedlichen Alignementstrategien spiegelt sich auch in den medizinischen Klassifikationssystemen wieder: über Jahrzehnte wurden Beinachsentypen in den Orthopädischen und Chirurgischen Lehrbüchern in 3 Typen klassifiziert: varisch (O-Bein) – neutral – valgisch (X-Bein). Dabei haben die wenigsten Menschen eine komplett gerade Beinachse, sondern es liegen angeborene individuelle "Krümmungen" vor. Mittlerweile werden in der modernen orthopädischen Chirurgie 9 Morphotypen an Beinachsen differenziert betrachtet und in den endoprothetischen Operationen berücksichtigt – die „Coronal Plane Alignement of the Knee“-Klassifikation“ – kurz CPAK-Klassifikation des Kniegelenkes. Hier werden anhand der arithmetischen Hüft-Knie-Sprunggelenk-Achse (kurz aHKA) varische, neutrale und valgische Beinachsen identifiziert und zusätzlich die Verlaufsrichtungen der Gelenklinie („Joint line obliquity“, kurz JLO) in aufsteigend, neutral und absteigend berücksichtigt. Das Ergebnis ist eine Matrix aus drei Spalten für die Ausrichtung (varus, neutral, valgus) und drei Zeilen für die Gelenklinienorientierung (Apex distal, neutral, Apex proximal), wodurch neun Phänotypen entstehen. Die Abbildung zeigt in Form von Punktwolken die Häufigkeitsverteilung der Beinachsentypen in der Normalverteilung einer Bevölkerung unter Anwendung der CPAK-Klassifikation - die Typen II und V können als "gerade" bezeichnet werden. Diese Individualität der Beinachse sollte neben der nativen Bandspannung bei einem Gelenkersatz berücksichtigt werden (aus: Macdessi SJ et al: "Coronal plane alignement classification of the knee (CPAK)", Bone Joint J, 103-B:329-337).
Durch die Kombination moderner Planungs- und Operationstechniken kann die Prothese so positioniert werden, dass sie die ursprüngliche Beinachse und Gelenkfunktion so weit wie möglich rekonstruiert. Dadurch soll:
Um diese präzise, patientenspezifische Ausrichtung zu erreichen, setzt der Chefarzt Dr. Hennings an der Klinik Manhagen modernste robotisch assistierte Operationssysteme ein – wie z. B. VELYS™ (DePuy Synthes) und ROSA® (Zimmer Biomet).
Diese Systeme ermöglichen es intraoperativ:
Damit entsteht ein präziser, reproduzierbarer und individualisierter Eingriff, der die klassische Endoprothetik entscheidend weiterentwickelt.
Die individualisierte Knie-Endoprothetik – unterstützt durch Navigation und Robotik – stellt den Patienten konsequent in den Mittelpunkt. Sie kombiniert moderne Biomechanik, präzise Technik und maßgeschneiderte Planung, um ein möglichst natürliches und langlebiges Ergebnis zu erzielen. Die Abbildung zeigt den stetig wachsenden Anteil der Robotik-assistierten Knieprothetik in Australien ("Grüne Linie") - mittlerweile werden 40 Prozent aller Eingriffe robotisch-assistiert durchgeführt bei gleichzeitiger Abnahme konventioneller Eingriffe ("Rote Linie"). Die Daten entstammen dem Prothesenregister von Australien (Australian Joint Register AJR AOANJRR 2024 Annual Report)
Die Implantation eines künstlichen Kniegelenks (Knieendoprothese oder „Knie-TEP“) ist heute einer der häufigsten orthopädischen Eingriffe. Ziel dieser Operation ist es, Schmerzen zu beseitigen, Beweglichkeit zurückzugeben und eine natürliche Gelenkfunktion wiederherzustellen.
Dr. Jan Hennings als spezialisierter Chirurg führt als high-volume-Operateur regelmäßig endoprothetische Eingriffe durch. Im Rahmen seiner Weiterbildungstätigkeiten referiert er seit Jahren regelmäßig vor ärztlichem Publikum über endoprothetische Eingriffe des Kniegelenkes unter Anwendung robotisch-assistierter Systeme.
Damit Ihre Knieprothese langfristig optimal funktioniert, ist eine exakte Positionierung und Ausrichtung des Implantats unter Berücksichtigung ihrer Bandspannungen entscheidend. Bereits kleine Abweichungen können die Haltbarkeit und Funktion des Gelenkes beeinträchtigen. Genau hier setzt die moderne Knierobotik an.
Unter Knierobotik versteht man eine robotisch assistierte Knieoperation, bei der ein digital gesteuertes Robotersystem den Operateur unterstützt. Der Roboter ersetzt den Arzt nicht – er dient als Präzisionswerkzeug, um die Operation individuell, planbar und millimetergenau durchzuführen.
Vorteile der Knierobotik gegenüber der klassischen Knie-TEP:
Ein entscheidender Faktor für ein gutes Operationsergebnis ist die exakte Ausrichtung des Implantats. Die Knierobotik ermöglicht:
Damit wird nicht nur die Funktionalität des neuen Kniegelenks verbessert, sondern häufig auch eine schnellere Rehabilitation ermöglicht.
In der Klinik Manhagen setzt der Kniechirurg und Chefarzt Dr. Jan Hennings modernste Technologien ein, welche sich seit Jahren bewährt haben und über sehr gute Langzeitergebnisse in der Standzeit verfügen.
Folgende Systeme kommen zur Anwendung:
Diese Systeme:
Beide Systeme helfen, das Implantat perfekt an Ihre persönliche Gelenkgeometrie anzupassen – für mehr Sicherheit, Präzision und Bewegungsqualität.
Mit robotisch assistierter Knieendoprothetik profitieren Sie von einer Operation auf dem neuesten Stand der Medizintechnik. Die Kombination aus chirurgischer Erfahrung und hochpräziser Roboterunterstützung ermöglicht:
Informieren Sie sich jetzt bei unseren Ärztlichen Spezialisten über die Möglichkeiten der Knierobotik in unserer Orthopraxis Schwarzenbek. Wir beraten Sie individuell, ob ein robotisch assistierter Kniegelenkersatz für Sie sinnvoll ist.
VELYS – Velys Robotic Assisted Surgery (Firma DePuy / Johnson & Johnson)
✅ Was ist das?
Die robotisch assistierte Knieprothetik ist ein hochmodernes Operationsverfahren, bei dem ein Roboterarm den Chirurgen während des Eingriffs unterstützt. Dabei werden Ihre individuellen anatomischen Gegebenheiten digital vermessen und genutzt, um Ihre Knieprothese millimetergenau zu positionieren (Konzept der patientenindividuellen Prothetik).
🧠Vorteil Präzision
Der Chirurg führt mit dem Robotiksystem zu Beginn der Operation eine Navigation („Kartographierung des Kniegelenkes mit Erhalt eines 3D-Modelles“) durch. Nachfolgend assistiert der Roboter dem Operateur bei der exakten Schnittführung – für eine optimale Implantatposition. Der Operateur besitzt zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle über den robotischen Sägearm. Die Bandspannung wird erfasst und patientenspezifisch eingestellt.
🧠Vorteil Haltbarkeit
Die präzise Ausrichtung kann die Lebensdauer der Prothese erhöhen.
🧠Vorteil Genesung:
Durch die gewebeschonende Technik profitieren viele Patienten von einer schnelleren Rehabilitation.
🧠Vorteil Individualität
Die natürliche, patienteneigene Beinachse wird besser wiederhergestellt – für mehr Stabilität, bestmögliches Bewegungsausmaß und ein natürlicheres Gangbild.
💡 Für wen ist das geeignet?
Für alle Patienten mit einer Kniegelenksarthrose, bei denen ein Prothesenersatz notwendig wird – unabhängig vom Alter.
💶 Was kostet das?
Für die Nutzung des Robotiksystems fallen einmalige Zusatzkosten in Höhe von 750 Euro an, welche an das Krankenhaus gezahlt werden müssen. Diese decken die speziellen Verbrauchsmaterialien und Abdeckungen sowie die Techniknutzung ab. Eine Erstattung durch die gesetzliche und private Krankenversicherung ist derzeit nicht vorgesehen.
📍 Wo wird operiert?
Die Operation erfolgt durch unser erfahrenes Ärzteteam in der spezialisierten Klinik Manhagen – mit modernster Technik und auf höchstem medizinischem Niveau. Dr. Hennings ist als Chefarzt und spezialisierter Kniegelenkchirurg seit Jahren mit Navigation und der robotischen Technik vertraut.
Ω Weiterführende Informationen auf www.jnjmedtech.com
Sprechen Sie uns jederzeit an - wir beraten Sie gerne individuell!
26. Juli 2025 - hfr in "Markt"
"Die Klinik Manhagen investiert weiter in medizinische Innovation und setzt mit der Einführung von ROSA Knee von ZimmerBiomet und VELYS Robotic-Assisted Solution von Johnson & Johnson neue Maßstäbe in der robotergestützten Knie- Endoprothetik. Die beiden Robotersysteme werden ab August im klinischen Alltag eingesetzt. Damit stärkt die Klinik ihre Position als eines der führenden Endoprothetikzentren im Norden – mit jährlich über 1 300 Knie-Totalendoprothesen."
19. Juli 2025 - Bettina Albrod in den Lübecker Nachrichten
"In der Klinik Manhagen in Großhansdorf kommt künftig Robotertechnik zum Einsatz. Die digitale Technik erlaubtmaßgeschneiderte Operationen. Jetzt machen sich die Mediziner mit dem neuen Kollegen vertraut."
18. Juli 2025 - Verband der Privatkliniken SH e.V.
"Ab August 2025 setzt die Klinik Manhagen zwei neue Robotersysteme in der Knie-Endoprothetik ein. Die Systeme kommen im klinischen Alltag zum Einsatz und ermöglichen eine noch präzisere, individuellere sowie schonendere Behandlung."
17. Juli 2025 - Pia Rabener im Hamburger Abendblatt
"Klinik Manhagen in Großhansdorf setzt auf neuartiges System. Das soll Roboter VELYS in der Kniechirurgie verändern."
Das Robotiksystem "VELYS" der Firma Depuy / Johnson & Johnson ist seit über fünf Jahren auf dem internationalen Markt, in den USA und in Australien, sehr erfolgreich vertreten. Mit VRAS - Velys Robotic Assisted Solution - wurde eine hochpräzise Navigation aus anatomischen Landmarken und gemessener patienteneigener Bandspannung mit einem robotischem Schnittarm kombiniert. Nähre Herstellerinformationen und Literaturverweise können Sie der zum Download bereitgestellten Broschüre entnehmen.
